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Führungskräfte
in der Krise

Führungskräfte in der Krise

 

Du magst jetzt vielleicht denken, dass es um Führungskräfte geht, die sich in einer Krise wie der aktuell überall vorherrschenden Corona-Krise mit all den wirtschaftlichen Auswirkungen befinden.

Ich habe eine gute Nachricht für dich. In diesem Artikel geht es mal nicht darum. Nein, es geht um die (meist) Männer im Lebensmittel, die selbst in Führungsverantwortung stecken und aufgrund eines übermäßigen Anspruchsdenkens selbst in eine Krise geraten. In eine persönliche Sinnkrise. Schlimmstenfalls sogar in eine Identitätskrise.

Vielleicht geht es also genau um dich.

Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

Theodor W. Adorno

Ich liebe diese Sentenz von Adorno, auch wenn ich mit Immobilien und Stadtentwicklung nichts am Hut habe und mir erlaube, sie für meine Zwecke umzudeuten.

Es ist gleichzeitig so einfach und doch so schwierig. Intellektuell einfach zu verstehen und praktisch oft schwierig umzusetzen. Oder hast du nicht selber schon einmal etwas Richtiges im falschen Kontext getan? Wenn du zum Beispiel deinen Job so richtig gut machst, aber eigentlich spürst du, dass es der falsche Job ist? Und so befinden sich gerade Führungskräfte schnell mal in einer Krise.

Würden wir alle dieses Zitat mehr beherzigen, müsste ich diesen Artikel überhaupt nicht schreiben. Und es gäbe meinen tollen Online-Kurs und mein wirksames Coaching-Programm nicht. Und das wäre auch wieder schade, denn dann würde ich viele großartige Menschen niemals kennen lernen. Lass uns gemeinsam „mehr richtiges Leben im richtigen“ entstehen lassen.

Jetzt aber erst mal zum Thema:

Führungs-Vorbilder

 

Natürlich gibt es unzählige Varianten von guten und schlechten Führungskräften. In bald 20 Jahren Arbeit mit Führungskräften aber sind mir zwei Typen aufgefallen.

  • menschenliebende Führungspersönlichkeiten
  • durchsetzungsstarke Ellenbogentypen

 Im Artikel „Unternehmenskultur oder was bedeutet „Human Leadership“ in der Wirtschaft?“ habe ich geschrieben, dass wir humane Führung brauchen. Und wo finden wir die menschenliebenden Persönlichkeiten? Meist in sozialen Berufen. Auf dem Weg die Karriereleiter hoch werden diese überholt, beiseitegestoßen oder systematisch ausgebotet. Den Weg an die berufliche Spitze gehen die dummen (link) skrupellosen Ellenbogen-Typen eben sehr viel leichter.

Diejenigen von uns, die den Anspruch an sich haben, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, wirklich etwas in der Welt bewegen zu wollen, werden von ihrem eigenen Anspruch aufgerieben. Ein Geschäft zu führen, empathisch auf den einzelnen Mitarbeiter einzugehen, dabei Zuhause noch ein prima Familienvater und bewunderter Partner zu sein, gelingt nur unter größter Anstrengung und oft zu einem unmenschlichen Preis. Magenbeschwerden, Schlafstörungen, Tinnitus. Die Liste ist lang. Darauf bereitet dich in unserem Bildungssystem niemand vor.  

Kennst du die Spielregeln?

 

 Im Artikel „Unternehmenskultur oder was bedeutet „Human Leadership“ in der Wirtschaft?“ habe ich geschrieben, dass wir humane Führung brauchen. Und wo finden wir die menschenliebenden Persönlichkeiten? Meist in sozialen Berufen. Auf dem Weg die Karriereleiter hoch werden diese überholt, beiseitegestoßen oder systematisch ausgebotet. Den Weg an die berufliche Spitze gehen die dummen (link) skrupellosen Ellenbogen-Typen eben sehr viel leichter.

Diejenigen von uns, die den Anspruch an sich haben, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, wirklich etwas in der Welt bewegen zu wollen, werden von ihrem eigenen Anspruch aufgerieben. Ein Geschäft zu führen, empathisch auf den einzelnen Mitarbeiter einzugehen, dabei Zuhause noch ein prima Familienvater und bewunderter Partner zu sein, gelingt nur unter größter Anstrengung und oft zu einem unmenschlichen Preis. Magenbeschwerden, Schlafstörungen, Tinnitus. Die Liste ist lang. Darauf bereitet dich in unserem Bildungssystem niemand vor.  

Ein kleiner Ausflug in die Neurowissenschaften

 

Bestimmt kennst du das Eisbergmodell in Anlehnung an Kant. Demnach bildet die sichtbare Spitze des Eisberges unser Bewusstsein ab. Der unter Wasser liegende Teil  des Eisberges stellt unser Unbewusstes dar. Das Verhältnis wird immer noch mit 1:5 verbreitet. Seit ca. 80 Jahren aber erzählen uns Neurowissenschaftler, dass die beiden Anteile zu Gunsten des Unbewussten verrückt werden müssen. Die leider 2011 verstorbene Hirnforscherin und Managementtrainerin Vera F. Birkenbihl wurde lange belächelt für die Aussage, dass der bewusste Anteil 11mm zu 9 km betrüge, würde man die Anteile in Strecken abbilden. Das bedeutet ein Verhältnis von 1:818.181 statt von 1:5. Zum Glück beweisen uns seit ca. 15 Jahren bildgebende Verfahren, dass Vera F. Birkenbihl recht hatte. Ebenso wissen wir, dass alle unsere Entscheidungen im Limbischen System, unserem „Gefühls-Hirn“ getroffen werden. Das bedeutet, dass es keine einzige Verstandesentscheidung gibt. Alle unsere Entscheidungen treffen wir auf der Gefühlsebene und begründen zum großen Teil Millisekunden später mit unserem Verstand.

Dieser Ausflug war wichtig, weil er dir zeigt, was es bedeutet, wenn du dich immer wieder mit Menschen, Dingen und Sachverhalten umgibst, die dir nicht entsprechen. Egal, ob beruflich oder privat. Dein Unbewusstes weiß, was gut für dich ist, auch wenn dir der Zugang durch Erziehung, Bildung und Prägung zugeschüttet wurde. 1:818.181. Das muss sich auf dein Selbstbewusstsein auswirken. Du hast keine Chance.

Ein Beispiel

 

Du sagst dir immer wieder, es ist gut und rational, den fünf ältesten Mitarbeitern zu kündigen. Und betriebswirtschaftlich ist das vielleicht die einzige Möglichkeit, die die Firma momentan hat. Ehrlicherweise geht dies aber z. B.  gegen deine Grundwerte von Respekt und Fürsorge. Dein Bewusstsein ist nun in kognitiver Dissonanz mit deinem Unbewussten. Und da das Unbewusste so viel mächtiger als das Bewusste ist – du es aber unter Umständen nicht direkt spürst – bröckelt deine Integrität zu dir selber und nagt dir ein kleines Stückchen vom Selbstbewusstseinkuchen ab. So geht das tagein, tagaus, viele Male am Tag. Der Kuchen wird kleiner und kleiner. Wenn du nun ein sensibler Charakter bist, dann wird sich das zwangsläufig auswirken. Du spürst, zum Beispiel, dass du im falschen Leben gefangen bist und erinnere dich:

Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

Oder, wenn du nicht ganz so sensitiv bist, bekommst du Magenprobleme, Schlafstörungen, etc. Dein Körper wird solange die Finger in deine Schwachstellen legen, bis du etwas änderst – oder es richtig knallt.

Dann mach eben was mit Resilienz!

Seit geraumer Zeit ist der Begriff Resilienz in aller Munde. Meiner Meinung nach sind Resilienz-Trainings eine wunderbare Möglichkeit die Probleme unserer Gesellschaft – unter Technikvermittlung von „es doch noch hinbekommen“ zum Erhalt der Gesamtproblematik – in den Griff zu bekommen. Ablenkung und Alibi.

Jetzt könntest du meinen, ich sei negativ oder zynisch. Aber gucken wir uns die Definition von Resilienz einmal an. Dann wird sehr deutlich, was ich meine.

Resilienz (Psychologie):
Resilienz (…) oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Mit Resilienz verwandt sind Entstehung von Gesundheit, Widerstandsfähigkeit, Bewältigungsstrategie und Selbsterhaltung.
In der Medizin bezeichnet Resilienz auch die Aufrechterhaltung bzw. rasche Wiederherstellung der psychischen Gesundheit während oder nach stressvollen Lebensumständen und wird als Ergebnis der Anpassung an Stressoren definiert. (Wikipedia)

Das hübsche, starke gesunde Pflänzchen, welches sich durch den kalten Beton gefressen hat?

Hört sich das für dich positiv an? Oder erstrebenswert? Für mich nicht.

Wie viel besser wäre es denn…

… das eigene Leben so zu gestalten, dass Resilienz nicht nötig ist?

Bewältigungsstrategien brauche ich nur, wenn ich etwas zu bewältigen habe. Wie cool wäre es denn, wenn ich so lebte, dass ich mich nicht an Stressoren anpassen muss? Ich spreche hier von Menschen unseres Kulturkreises, die weder mit echten wirtschaftlichen Problemen, Ängsten um das eigene, nackte Überleben, klimatischen Katastrophen o. ä. belastet sind. Und selbst unter schwereren Bedingungen als bei uns in Europa gibt es immer wieder große Vorbilder, die herausstechen. Filmtipp: „Der Junge, der den Wind einfing.“

Bundesweit erfüllt mehr als jeder vierte Erwachsene im Zeitraum eines Jahres die Kriterien einer psychischen Erkrankung.

Darum ist Resilienz natürlich ein wichtiges Thema. Aber nur, weil unsere Gesellschaft es nicht zulässt, dass sich aus dem Wunder Mensch ein gesundes, autonomes Wesen entwickelt. Wir alle kamen als echte Powerpakete voller Potenzial auf die Welt. Jeder von uns sein eigener Mensch. Wären wir noch wie die Kinder, unbelastet, voller Tatendrang für das Gute und voller bewusstem Selbst, müsste Resilienz kein Thema sein.

Stell dir vor, wir kehren zu diesem Zustand zurück. Du entdeckst dich wieder. Spürst, fühlst, nimmst wahr, begegnest, erkennst, bist aufrecht zu dir selber. Brauchst die ganze Alltagsflucht und Betäubung durch Alkohol, Schmerztabletten, Zigaretten, medialer Verseuchung und Fremdgehen nicht mehr?

Vielleicht macht dir das jetzt Angst, aber ich verspreche dir:

Es ist großartig!

Und das coole daran ist, je mehr Menschen in Freiheit leben, desto gerechter wird es für alle. In dem dir bewusst wird, dass du wirklich frei bist, bist du viel weniger darauf angewiesen deine Umwelt zu tyrannisieren oder auszubeuten. Du darfst weiter gut leben, sehr gut sogar. Aber dir wird der Spaß an totalem Konsum-Quatsch bald vergehen und sofort ist Raum und Ressource frei für erstens dein persönliches Wachstum und zweitens für ein besseres Leben anderer Menschen. Und noch cooler: Das fühlt sich nicht wie Verzicht an, sondern wie Reichtum.

Echte Freiheit (Link) ist gefühlter Reichtum.

Und weil es sich lohnt über Freiheit einen eigenen Artikel zu schreiben, gibt es den auch. Nun hab ich leider oben schon angedeutet, dass es nicht so einfach ist, wieder in diesen Zustand zu kommen, in dem du nur noch die Dinge tust, die dir wirklich gut tun. Aber dafür gibt es ja meinen Online-Kurs:

 

„Verbesserung des Selbstbewusstseins für Führungskräfte in der Sinnkrise“

Ich freu mich so sehr auf dich – egal, ob du zu Typ 1 oder Typ 2 gehörst 😉